IBH OPC UA:OPC Classic Gateway

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Das optionale OPC-Classic-Gateway stellt den Adressraum des 64-Bit-IBH-OPC-UA-Servers als OPC Data Access 2.0/3.0 bereit. Es ist ausschließlich Bestandteil der Windows-Version. Linux und DCOM unter Linux werden nicht unterstützt.

Funktionsprinzip

Der Gateway-Code läuft im vorhandenen 64-Bit-Dienst ibhopcua. OPC Classic wird über einen COM-Out-of-Process-Server angebunden. Dadurch können sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-OPC-Classic-Clients zugreifen.

Der Gateway-Adressraum wird aus dem OPC-UA-Ordner Objects aufgebaut. Lese- und Schreibzugriffe werden intern auf die zugehörigen UA-NodeIds abgebildet. UA-Wert, Zeitstempel und Status werden in OPC-DA-Wert, Zeitstempel und Quality umgesetzt.

Auswahl bei der Installation

Der Windows-Installer bietet drei Ausbaustufen:

  1. nur OPC UA
  2. OPC UA mit lokalem OPC-Classic-DA-Gateway
  3. OPC UA mit OPC Classic und Remote-DCOM-Zugriff

Das Classic-Feature installiert die OPC Foundation Core Components für x86 und x64 sowie OPCEnum. Eine zusätzliche kommerzielle OPC-Bibliothek ist nicht erforderlich. Die Auswahl kann später über Apps / Installierte Apps / Ändern angepasst werden.

Registrierung des Gateways:

Eintrag Wert
ProgID IBHsoftec.IBHLinkUA.OPCDA.1
versionsunabhängige ProgID IBHsoftec.IBHLinkUA.OPCDA
CLSID {624D95B5-296C-48AD-9543-987FE007838A}

Web-Konfiguration

Wenn das Classic-Feature installiert ist, erscheint im Web-Konfigurator die Seite OPC Classic Gateway. Dort kann das Gateway ein- oder ausgeschaltet werden. Wurde die Remote-Ausbaustufe installiert, kann zusätzlich Remote-DCOM aktiviert oder deaktiviert werden.

Änderungen werden nach einem Neustart des IBH-OPC-UA-Dienstes wirksam. Eine reine Laufzeitkonfiguration kann den bei der Installation festgelegten Funktionsumfang nicht überschreiten.

Remote-DCOM

Der Remote-Modus konfiguriert DCOM Packet Integrity und erlaubt Start, Aktivierung und Zugriff ausschließlich für authentifizierte Benutzer, Administratoren und das lokale System. Anonymer Zugriff wird nicht freigeschaltet.

Der Installer richtet folgende eingehende Windows-Firewallregeln ein:

  • programmspezifische Regel für IBHOpcUa.exe
  • TCP 135 für den RPC Endpoint Mapper

Externe Firewalls müssen zusätzlich die von Windows verwendeten dynamischen RPC-Ports zulassen. Alternativ kann der RPC-Portbereich administrativ eingeschränkt werden.

Für eine zuverlässige Anmeldung sollten Client und Server Mitglied derselben oder gegenseitig vertrauender Domänen sein. In Arbeitsgruppen müssen auf beiden Rechnern passende Windows-Konten und Kennwörter vorhanden sein.

Hinweise für Clients

Der Client-Rechner benötigt die zu seiner Architektur passenden OPC Core Components. Diese gehören normalerweise zur Installation des verwendeten OPC-Classic-Clients.

Änderungen an der OPC-UA-Adressraumstruktur werden nach einem Neustart des Dienstes in das OPC-Classic-Gateway übernommen.

Weiterführende Seiten