IBH OPC UA:STEP7-SIMATIC-Manager-Beispiele

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Diese Seite überführt das bisherige PDF-Handbuch „SPS-Projekte mit S7 – SIMATIC Manager“ in eine aktuelle Wiki-Anleitung. Das PDF basiert auf STEP7 V5.6 und IBH Link UA beziehungsweise IBH OPC UA Server/Client V5.27. Der folgende Ablauf berücksichtigt den aktuellen IBH OPC UA Server/Client 6.10.

Kurzüberblick

Schritt Ergebnis
STEP7-Projekt prüfen Hardware, Netzwerke und Symbolik sind konsistent.
OPC-UA-Projekt erstellen Steuerungen und Variablen werden mit dem IBH OPC UA Editor übernommen.
Konfiguration laden Der Server erhält die geprüfte Projektierung.
Diagnose und Test Steuerungsverbindung und OPC-UA-Werte werden geprüft.

Voraussetzungen

  • vorhandenes STEP7-Projekt im SIMATIC Manager
  • erreichbare S7-300-, S7-400- oder über einen geeigneten Adapter angebundene S5-/S7-Steuerung
  • korrekt eingerichtete PG/PC-Schnittstelle und IP-/MPI-/PROFIBUS-Parameter
  • installierter IBH OPC UA Editor
  • Zugriff auf den Web-Konfigurator
  • OPC-UA-Testclient für die Abnahme

Empfohlener aktueller Arbeitsablauf

1. STEP7-Projekt vorbereiten

  1. Öffnen Sie das Projekt im SIMATIC Manager.
  2. Prüfen Sie CPU-Bestellnummer, Firmware, Baugruppenträger und Netzkonfiguration.
  3. Übersetzen Sie Hardware und Bausteine.
  4. Laden Sie das SPS-Programm und prüfen Sie den RUN-Zustand.
  5. Pflegen Sie die Symboltabelle; eindeutige Symbole erleichtern die spätere OPC-UA-Navigation.
Hardwarekonfiguration einer S7-400 im archivierten STEP7-Beispiel. CPU- und Firmwareauswahl müssen zum realen Zielsystem passen.

2. Variablen mit dem IBH OPC UA Editor übernehmen

  1. Erstellen oder öffnen Sie ein Projekt im IBH OPC UA Editor.
  2. Importieren Sie das STEP7-Projekt.
  3. Wählen Sie die gewünschten Stationen, CPUs, Datenbausteine und Symbole.
  4. Prüfen Sie Datentyp, Adresse, Zugriffsrecht und Beschreibung jeder benötigten Variable.
  5. Lassen Sie die Konfiguration prüfen und übertragen Sie sie an den IBH OPC UA Server/Client.

Für neue Projektierungen ist der IBH OPC UA Editor maßgeblich. Die alte allgemeine Anleitung zum IBH OPC Editor wurde ersetzt.

3. Verbindung und Diagnose

  1. Öffnen Sie im Web-Konfigurator die Steuerungs- beziehungsweise Slot-Ansicht.
  2. Prüfen Sie Adresse, Rack, Slot und gegebenenfalls die Routingparameter.
  3. Öffnen Sie die Steuerungsdiagnose.
  4. Testen Sie die Endpoint-URL mit einem OPC-UA-Client.
  5. Prüfen Sie Lesen und Schreiben nur an Variablen, deren Zugriffsrechte dies erlauben.

Alternative: SIMATIC PC-Station aus dem PDF-Handbuch

Das archivierte Handbuch beschreibt eine SIMATIC PC-Station mit OPC-Server und Industrial-Ethernet-Schnittstelle.

  1. Fügen Sie eine SIMATIC PC-Station ein.
  2. Platzieren Sie OPC-Server und IE-Allgemein-/Industrial-Ethernet-Komponente.
  3. Stellen Sie die lokale IP-Adresse ein.
  4. Legen Sie die S7-Verbindung zur CPU an.
  5. Wählen Sie OPC-Symbole, speichern und übersetzen Sie die Station.
  6. Übernehmen Sie die Konfiguration in den IBH OPC UA Server/Client.
SIMATIC PC-Station aus dem archivierten STEP7-Handbuch. Für neue Projekte wird die Übernahme mit dem IBH OPC UA Editor empfohlen.

Beispiele aus dem bisherigen Handbuch

Datenbausteine und Strukturen

  • Globale Datenbausteine und Strukturen zunächst im SPS-Programm prüfen.
  • Nur benötigte Elemente als OPC-UA-Variablen übernehmen.
  • Nach jeder Strukturänderung das STEP7-Projekt erneut übersetzen und importieren.
  • Konsistentes Lesen und Schreiben großer Arrays oder Strukturen gesondert testen.

Siehe Konsistentes Lesen/Schreiben von Arrays und Strukturen.

Historische Daten

Nach erfolgreichem Online-Test können ausgewählte Variablen im Bereich Historie aktiviert werden. Pufferlänge und remanente Speicherung sind passend zum Zielsystem festzulegen. Der OPC-UA-Client muss Historical Access unterstützen.

Integrierter OPC UA Client

  1. Externen OPC-UA-Server mit Endpoint und Sicherheitsparametern anlegen.
  2. Zertifikat vertrauen und Adressraum durchsuchen.
  3. Lesevariable auswählen und mit einer lokalen Zielvariable verbinden.
  4. Status, Zeitstempel und Clientdiagnose prüfen.

Siehe Client-Funktionen.

Alarms & Conditions

Das STEP7-Beispiel verwendet SPS-Meldungen und eine OPC-UA-Event-Ansicht. Übernehmen Sie Meldetexte und zugehörige Variablen, aktivieren Sie das für das Projekt vorgesehene Alarmmodell und prüfen Sie Quittierung sowie Zustandswechsel.

S5/S7-Routing und mehrere CPUs

  • Adapter und Routingweg zuerst unabhängig vom OPC-UA-Projekt testen.
  • Rack, Slot, MPI-/PROFIBUS-Adresse und Ziel-IP eindeutig dokumentieren.
  • Für jede CPU eine eigene Verbindung und einen eindeutigen Namensraum verwenden.
  • Mehrere Verbindungen schrittweise in Betrieb nehmen und einzeln diagnostizieren.

Integrierte S7 SoftSPS

Die integrierte S7 SoftSPS kann als WinLC-RTX-kompatible Projektierungsstation eingebunden werden. Prüfen Sie vor dem Variablentest Programmstand, RUN/STOP und die Diagnose.

Fehlerbehebung

CPU nicht erreichbar
PG/PC-Schnittstelle, Netzwerk, Rack/Slot, Adaptermodus, Routing und Firewall prüfen.
Symbole oder Datenbausteine fehlen
STEP7-Projekt und Symboltabelle neu übersetzen, anschließend erneut in den IBH OPC UA Editor importieren.
Werte sind fehlerhaft oder nicht beschreibbar
Datentyp, absolute Adresse, Zugriffsrechte und SPS-Programm prüfen.
OPC-UA-Verbindung ist nicht vertrauenswürdig
Systemzeit, Endpoint, Zertifikate, Sicherheitsrichtlinie und Benutzeranmeldung kontrollieren.

Dateien zum Beispiel

Siehe auch