IBH OPC UA Editor

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Version vom 5. August 2026, 12:32 Uhr von Axel (Diskussion | Beiträge) (Neues Kapitel mit Handbuchabbildungen und freigegebenem Funktionsstand August 2026)
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Der IBH OPC UA Editor ist das kostenfreie Windows-Werkzeug zur Projektierung des IBH Link UA und des IBH OPC UA Server/Client. Konfigurationen können offline erstellt, geprüft, importiert und exportiert sowie direkt zum OPC UA Server übertragen oder von dort eingelesen werden.

Stand dieser Seite: August 2026. Die öffentliche Downloadbezeichnung lautet weiterhin Version 7.50. Funktionen, die Unterstützung durch den Zielserver benötigen, werden nur angeboten, wenn der verbundene IBH Link UA beziehungsweise IBH OPC UA Server/Client einen passenden Firmwarestand besitzt.

Überblick

Der Arbeitsbereich ist in die Ansichten Projekt, Server und Zertifikate gegliedert:

  • In Projekt werden Serververbindungen, Steuerungen, Programme, Variablen, externe Daten und weitere Konfigurationsobjekte bearbeitet.
  • In Server werden die online gelesene Serverkonfiguration, Statusinformationen, historische Daten und UA-Nodes angezeigt.
  • In Zertifikate werden das Editorzertifikat und die Zertifikate der verbundenen Server verwaltet.
Aufbau des IBH OPC UA Editors mit Projekt-, Server- und Zertifikatsansicht.

Ein Projekt kann mehrere OPC UA Server enthalten. Jedem Server können mehrere Steuerungen und Stationen zugeordnet werden.

Unterstützte Projekte und Geräte

Variablen und Datenbausteine können unter anderem aus folgenden Projekten übernommen werden:

  • TIA Portal V13 bis V21;
  • STEP 7 / SIMATIC Manager;
  • S5/S7 für Windows und SIMATIC S5;
  • LOGO! Soft Comfort;
  • SINUMERIK beziehungsweise NC-VAR-Selector.

Als Zielsysteme werden unter anderem SIMATIC S5, S7-200, S7-300, S7-400, S7-1200, S7-1500, LOGO! 8, SINUMERIK, Modbus-Geräte, Mitsubishi-Steuerungen und -Roboter sowie Rockwell-Steuerungen unterstützt. Für Steuerungen ohne eigene Ethernet-Schnittstelle können je nach Gerät IBH Link S5++ oder IBH Link S7++ eingesetzt werden.

Schnellstart: Vom leeren Projekt zur laufenden Verbindung

  1. Serververbindung anlegen: Über Bearbeiten > Neue Serververbindung den Namen, die Adresse und den Port des OPC UA Servers eintragen.
  2. Endpunkt und Sicherheit wählen: Endpunkte vom Server abrufen, Sicherheitsverfahren, Nachrichtenmodus und Anmeldung festlegen.
  3. Steuerung oder Station hinzufügen: Protokoll, IP-Adresse und bei S7 TCP/IP gegebenenfalls Rack, Steckplatz und Zielbaugruppe angeben.
  4. Programm zuordnen: Projekt auswählen und die gewünschte CPU beziehungsweise Station öffnen.
  5. Variablen aktivieren: Variablen markieren, Eigenschaften prüfen und die Konfiguration zum Server übertragen.

Serververbindung und Sicherheit

Eine Serververbindung enthält den frei wählbaren Verbindungsnamen, die Serveradresse, den Port, die Endpoint-URL, das Sicherheitsverfahren, den Nachrichtenmodus, die Anmeldung und den Sitzungsnamen. Eine Reverse Connection kann verwendet werden, wenn der Server in einem geschützten Netz eine ausgehende Verbindung zum Client aufbauen soll.

Eigenschaften einer neuen OPC UA Serververbindung.

Für Variablennamen stehen unterschiedliche Formate zur Verfügung. Die gewählte Darstellung muss mit der Einstellung des Zielservers übereinstimmen, insbesondere bei Punkten in Symbolnamen und bei der kompakten beziehungsweise S7-1500-kompatiblen Darstellung.

Der Editor unterstützt anonyme Anmeldung, Benutzername und Kennwort sowie zertifikatbasierte Verbindungen. Abhängig vom Endpunkt sind Signieren sowie Signieren und Verschlüsseln möglich. Verschiedene Zertifikatsspeicher und Zertifikatgruppen können gezielt ausgewählt werden. Der lokale PKI-Ordner ist in den Einstellungen frei wählbar.

Auswahl von Sicherheitsverfahren, Anmeldung und Zertifikatgruppe.

Steuerung und Programm zuordnen

Beim Anlegen einer Steuerung werden Name, Hostname oder IP-Adresse, Protokoll und die Verbindungsparameter festgelegt. Mit Verbindung testen kann die Erreichbarkeit vor der weiteren Projektierung geprüft werden.

Über Programm zuordnen wird das Offlineprojekt geöffnet und die passende CPU beziehungsweise Station ausgewählt. Für TIA Portal V15 bis V21 können auch zugriffsgeschützte Projekte mit Benutzername und Kennwort geöffnet werden. Bei TIA Portal müssen die jeweilige TIA Openness-Komponente und die erforderliche Gruppenmitgliedschaft vorhanden sein.

Auswahl der CPU beziehungsweise Station aus einem Offlineprojekt.

OPC-Tags auswählen und bearbeiten

Nach der Programmzuordnung zeigt der Editor Symbole, Datenbausteine und Strukturen an. Einzelne Variablen oder ganze Teilbäume können als OPC-Tags aktiviert werden. Die Suche hilft bei großen Projekten, Variablen über ihren Namen schnell zu finden.

Auswahl von Programmvariablen und Datenbausteinstrukturen als OPC-Tags.

In den Variableneigenschaften können unter anderem OPC-Name, Datentyp, Adresse, Zugriffsrechte, Kommentar, Mess- und Skalierungswerte, Grenzwerte sowie die Historienaufzeichnung festgelegt werden. Die UA-Nodekennung wird angezeigt und kann kopiert werden.

Eigenschaften eines OPC-Tags mit OPC-Name und Zugriffsrechten.

Konfiguration übertragen, einlesen, importieren und exportieren

Konfigurationen können für einzelne Teilbereiche oder als Gesamtprojekt zum Server übertragen werden. Umgekehrt kann die auf dem Server vorhandene Konfiguration in den Editor eingelesen werden. Vorhandene Projekt- und XML-Dateien lassen sich importieren und wieder exportieren.

Konfiguration aus dem Projektfenster zum OPC UA Server übertragen.
Vorhandene Konfigurationsdatei importieren.

Im Serverfenster können Serverinformationen, Zustände, historische Daten und der Adressraum kontrolliert werden. Die vollständige XML-Nodekennung wird bei UA-Nodes angezeigt und kann für externe Clients oder Skripte übernommen werden. Namensräume des verbundenen Servers lassen sich als XML Nodeset exportieren.

Onlineanzeige des OPC UA Adressraums mit Nodekennungen und Attributen.

Externe Daten, Variablentransfer und MQTT

Unter Externe Daten können weitere OPC UA Server verbunden werden. Der Variablentransfer ordnet Quellvariablen eines Servers Zielvariablen zu. Mehrfach- und Doppelzuweisungen werden geprüft; auch Arraybereiche können zugeordnet werden.

Zuordnung von Quell- und Zielvariablen im Variablentransfer.

Benutzerdefinierte Variablen bilden einen eigenen Adressraum. Die vom Server gelesenen Variablen werden zwischengespeichert und können über Aktualisieren neu eingelesen werden.

Für MQTT-Verbindungen werden Brokeradresse, Client-ID, Anmeldedaten, Topics, Nachrichtenvorlage, Last-Will-Nachricht, Zertifikate und weitere Sicherheitsparameter konfiguriert. Die Verfügbarkeit hängt vom Zielgerät und dessen Firmware ab.

Eigenschaften einer MQTT-Verbindung.

Modbus, Mitsubishi und SINUMERIK

Modbus

Modbus TCP- und RTU-Geräte werden als eigene Konfiguration eingefügt. Für jede Variable werden Datentyp, Unit-ID, Adresse, Grenzwerte, Historie und UA-Nodekennung festgelegt.

Neue Modbus-Konfiguration und Modbus-Variable anlegen.

Mitsubishi und Rockwell

Mitsubishi-SPSen und -Roboter werden als Stationen angelegt; Programme und Variablen können anschließend ausgewählt und bearbeitet werden. Rockwell ControlLogix und CompactLogix werden ebenfalls als Steuerungen unterstützt.

Mitsubishi-Konfiguration im Projektfenster einfügen.

SINUMERIK

Für SINUMERIK 840D SolutionLine und PowerLine sowie SINUMERIK ONE können CNC-Stationen angelegt, das Modell ausgelesen und NC-Variablen aktiviert werden. Die integrierte SPS wird zusätzlich als Steuerung projektiert. NC-VAR-Selector-Dateien können zur Erweiterung des Adressraums importiert werden.

Verbindungsparameter einer neuen SINUMERIK CNC-Station.

Nodesets, Informationsmodelle und Python

XML-Nodesets können als Informationsmodelle hinzugefügt, bearbeitet, aktualisiert, importiert und exportiert werden. Die gesamte Nodeset-Konfiguration kann vom Server eingelesen oder zum Server übertragen werden.

Aus einem Nodeset erzeugt der Editor Python-Modulvorlagen wahlweise mit oder ohne Variableninstanzen. Beim Erzeugen der Vorlagen werden Namen so geprüft, dass nur gültige Python-Identifier entstehen. Damit lassen sich Variablen und Methoden eines Informationsmodells mit Python-Funktionen auf dem IBH Link UA verbinden.

Weitere Informationen: Python, Methoden und Datenmodelle.

Aktuelle freigegebene Erweiterungen gegenüber dem PDF-Handbuch

Bereich Aktueller Funktionsumfang
TIA Portal Projektimport bis TIA Portal V21; Öffnen zugriffsgeschützter Projekte ab V15 mit Benutzername und Kennwort.
Zertifikate und PKI Auswahl verschiedener Zertifikatsspeicher und Zertifikatgruppen; frei wählbarer lokaler PKI-Ordner.
Global Discovery Service GDS-Verbindungen verwalten, Serverzertifikate oder CSR-Dateien erzeugen sowie Zertifikate und Zertifikatslisten abrufen.
Nodesets und Python XML-Nodeset-Export, Synchronisation mit dem Server und Erzeugung von Python-Modulvorlagen mit gültigen Identifiern.
Benutzerdefinierte Variablen Zwischenspeichern der Servervariablen und gezieltes Aktualisieren der Online-Daten.
Variablentransfer Prüfung auf doppelte beziehungsweise mehrfache Quell- und Zielzuordnungen sowie verbesserte Zuordnung von Arraybereichen.
Bedienung und Kompatibilität 64-Bit-Unterstützung, kompatible Projektdateien zwischen 32- und 64-Bit-Version sowie Verbesserungen für hochauflösende Bildschirme.

Weiterführende Seiten

Abbildungsquelle: IBH OPC UA Editor-Handbuch, TTI Trans Tech International / IBHsoftec GmbH, September 2024. Die Abbildungen wurden aus dem PDF-Handbuch übernommen.