IBH OPC UA:Inbetriebnahme: Unterschied zwischen den Versionen

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Axel (Diskussion | Beiträge)
Linux-PC-Abschnitt mit neuer Installationsanleitung verlinkt
Axel (Diskussion | Beiträge)
Linux-Paketmatrix-Hinweis um Ubuntu 24.04 und Debian 13 ergänzt
 
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Der '''IBH OPC UA Server/Client''' ist eine 64-Bit-Softwarelösung für Windows und Linux-PC. Diese Anleitung ersetzt den Inbetriebnahmeteil des PDF-Handbuchs V5.27 und beschreibt den aktuellen Ablauf für Version 6.10.
Der '''IBH OPC UA Server/Client''' ist eine 64-Bit-Softwarelösung für Windows und Linux-PC. Diese Anleitung beschreibt die Grundkonfiguration und Inbetriebnahme der aktuellen Version 6.16. Die Installation ist getrennt für Windows und Linux dokumentiert.


== Ablauf in Kurzform ==
== Ablauf in Kurzform ==
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# Konfiguration sichern.
# Konfiguration sichern.


== Installation ==
== Installation auswählen ==
=== Windows ===
=== Windows ===
# Laden Sie das aktuelle 64-Bit-Setup aus dem IBHsoftec-Downloadbereich.
Für Windows verwenden Sie die eigenständige Schritt-für-Schritt-Anleitung:
# Starten Sie das Setup mit administrativen Rechten.
# Übernehmen Sie die für den Zielrechner vorgesehenen Komponenten.
# Führen Sie einen Neustart aus, wenn das Setup dazu auffordert.
# Starten Sie anschließend den IBH OPC UA Server/Client beziehungsweise den zugehörigen Dienst.


[[Datei:IBH_OPC_UA_Server_Starten.png|thumb|center|500px|Start des IBH OPC UA Server/Client. Die Darstellung kann je nach Windows- und Produktversion abweichen.]]
'''[[IBH OPC UA:Installation unter Windows|Installation unter Windows]]'''


Das Windows-Tray dient als schneller Zugriff auf Start/Stop, Web-Konfigurator und Diagnose. Ist das Tray-Symbol nicht sichtbar, starten Sie '''IBH OPC UA Tray''' über das Windows-Startmenü.
Sie beschreibt 64-Bit-Setup, Windows-Dienst, Tray, Web-Konfigurator, Firewall, Lizenzierung, Aktualisierung und Fehlerbehebung.
 
[[Datei:IBH_OPC_UA_Tray_starten.png|thumb|center|300px|IBH OPC UA Tray über das Startmenü öffnen.]]


=== Linux-PC ===
=== Linux-PC ===
Für Linux-PC steht eine 64-Bit-Ausführung als Debian-Paket für <code>amd64</code> und <code>arm64</code> zur Verfügung. Das Paket installiert den Server unter <code>/opt/IBHLinkUA</code>, legt die Konfiguration unter <code>/etc/ibhlinkua</code> ab und richtet den Systemdienst <code>ibhlinkua.service</code> ein.
Für Linux-PC verwenden Sie:
 
Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung einschließlich Voraussetzungen, Paketinstallation, Dienstverwaltung, Web-Konfigurator, Firewall, Lizenzierung, Aktualisierung und Fehlerbehebung steht unter:


'''[[IBH OPC UA:Installation unter Linux|Installation unter Linux]]'''
'''[[IBH OPC UA:Installation unter Linux|Installation unter Linux]]'''


Laufzeit-, Konfigurations- und Lizenzpfade dürfen nicht aus einer Windows-Installation übernommen werden.
Die Anleitung enthält zusätzlich eine Paketmatrix für Ubuntu 22.04, Ubuntu 24.04, Debian 12, Debian 13, Raspberry Pi OS und Revolution Pi sowie die Architekturen <code>amd64</code> und <code>arm64</code>.


== Web-Konfigurator öffnen ==
== Web-Konfigurator öffnen ==

Aktuelle Version vom 14. August 2026, 11:51 Uhr

Der IBH OPC UA Server/Client ist eine 64-Bit-Softwarelösung für Windows und Linux-PC. Diese Anleitung beschreibt die Grundkonfiguration und Inbetriebnahme der aktuellen Version 6.16. Die Installation ist getrennt für Windows und Linux dokumentiert.

Ablauf in Kurzform

  1. Software installieren und Dienst beziehungsweise Server starten.
  2. Web-Konfigurator öffnen und Administratorkennwort setzen.
  3. Netzwerk, Endpoint und Firewall prüfen.
  4. OPC-UA-Sicherheit und Zertifikate konfigurieren.
  5. Lizenz online oder per signierter JSON-Datei aktivieren.
  6. SPS-/Geräteprojekt mit dem IBH OPC UA Editor laden.
  7. Steuerungsverbindungen und OPC-UA-Zugriff testen.
  8. Konfiguration sichern.

Installation auswählen

Windows

Für Windows verwenden Sie die eigenständige Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Installation unter Windows

Sie beschreibt 64-Bit-Setup, Windows-Dienst, Tray, Web-Konfigurator, Firewall, Lizenzierung, Aktualisierung und Fehlerbehebung.

Linux-PC

Für Linux-PC verwenden Sie:

Installation unter Linux

Die Anleitung enthält zusätzlich eine Paketmatrix für Ubuntu 22.04, Ubuntu 24.04, Debian 12, Debian 13, Raspberry Pi OS und Revolution Pi sowie die Architekturen amd64 und arm64.

Web-Konfigurator öffnen

Unter Windows kann der Web-Konfigurator aus dem Tray-Menü geöffnet werden.

Web-Konfigurator aus dem Tray öffnen.

Alternativ verwenden Sie im Browser:

  • auf dem Server-PC: http://localhost:<Web-Port>
  • von einem anderen Rechner: http://<IP-Adresse-oder-Hostname>:<Web-Port>

Der Web-Port ist in der lokalen Konfiguration beziehungsweise im Tray-Menü ersichtlich. Bei einem Fernzugriff muss dieser Port in der Firewall gezielt freigegeben werden.

Anmeldung am Web-Konfigurator. Ältere Screenshots können vom aktuellen Dialog abweichen.

Verwenden Sie die bei der Installation beziehungsweise Ersteinrichtung festgelegten Zugangsdaten. Ändern Sie ein werkseitiges oder vorläufiges Administratorkennwort unmittelbar nach der ersten Anmeldung. Speichern Sie das Kennwort sicher; ein verlorenes Administratorkennwort kann eine Rücksetzung erforderlich machen.

Grundkonfiguration

Netzwerk und Endpoint

  1. Prüfen Sie Hostname, IP-Adresse, Subnetz und Standard-Gateway des Rechners.
  2. Legen Sie den OPC-UA-Port entsprechend dem Anlagenkonzept fest.
  3. Notieren Sie die angezeigte Endpoint-URL.
  4. Öffnen Sie in der Firewall nur die benötigten Web-, OPC-UA- und gegebenenfalls ausgehenden Client-/MQTT-Verbindungen.
  5. Verwenden Sie nach Möglichkeit einen per DNS auflösbaren Hostnamen.

Eine Endpoint-URL hat beispielsweise die Form opc.tcp://server-name:port. Hostname beziehungsweise IP-Adresse müssen zum verwendeten Serverzertifikat passen.

OPC-UA-Sicherheit

  1. Aktivieren Sie nur die benötigten Sicherheitsrichtlinien und Nachrichtenmodi.
  2. Bevorzugen Sie signierte und verschlüsselte Verbindungen.
  3. Deaktivieren Sie anonymen Zugriff, wenn das Anwendungskonzept eine Benutzeranmeldung vorsieht.
  4. Verwenden Sie die Kompatibilitätsoptionen für unsichere Verbindungen nur, wenn ein Altgerät dies zwingend erfordert.
  5. Prüfen Sie Datum, Uhrzeit und Zeitzone des Systems.

Zertifikate

Im Bereich Zertifikate werden Server-, Client- und Vertrauenslisten verwaltet.

  • nicht vertrauenswürdige Clientzertifikate vor der Freigabe eindeutig zuordnen
  • abgelaufene Zertifikate ersetzen
  • eigene CA-signierte Zertifikate über CSR und Zertifikatsimport einrichten
  • bei GDS-Nutzung die zugewiesenen Zertifikatsgruppen und Aussteller prüfen
  • Zertifikat und privaten Schlüssel nur gemeinsam und geschützt sichern

Lizenzierung

Die alte Aktivierung über Hardware-ID, E-Mail, Seriennummer und PIN ist nicht mehr der aktuelle Ablauf.

Die bevorzugte Online-Aktivierung verwendet:

  • Lizenzseriennummer
  • zugehörige achtstellige Geheimzahl
  • Verbindung zum Copilot-Lizenzserver

Für Offline-Systeme wird im Web-Konfigurator die systemgebundene Datei ibhlinkua-license-request.json erzeugt. Nach der externen Bearbeitung wird die signierte JSON-Lizenzdatei auf dem Zielsystem installiert.

Die vollständige Anleitung steht unter Lizenzierung.

Projekt laden

Für neue Projekte wird der kostenfreie IBH OPC UA Editor verwendet.

  1. Zielserver im Editor eintragen.
  2. Vorhandene Serverkonfiguration bei Bedarf einlesen.
  3. STEP7-, TIA-Portal- oder Editorprojekt importieren beziehungsweise erstellen.
  4. Steuerungen, Datenbausteine und Variablen auswählen.
  5. Projekt prüfen.
  6. Konfiguration an den Server übertragen.
  7. Im Web-Konfigurator Verbindungs- und Variablenstatus kontrollieren.

Bei S7-1200 und S7-1500 wird der Zugriff auf optimierte Datenbausteine unterstützt. Das importierte Projekt muss dem in der CPU geladenen Stand entsprechen.

Siehe Beispiele mit dem TIA Portal und Beispiele mit STEP7 / SIMATIC Manager.

Funktionstest

Serverstatus

Im Web-Konfigurator müssen Serverlaufzeit, Endpoint und Lizenzstatus plausibel sein. Prüfen Sie anschließend die Steuerungsdiagnose jeder projektierten Verbindung.

Systemansicht einer älteren Version; die aktuelle Ansicht enthält zusätzlich den neuen Lizenzstatus und weitere Diagnoseinformationen.

Test mit einem OPC-UA-Client

  1. Endpoint hinzufügen.
  2. Sicherheitsrichtlinie und Nachrichtenmodus auswählen.
  3. Serverzertifikat anhand Fingerabdruck und Aussteller prüfen.
  4. Benutzer anmelden, wenn anonymer Zugriff deaktiviert ist.
  5. Adressraum durchsuchen.
  6. Testvariablen lesen und – nur wenn vorgesehen – schreiben.
  7. Statuscode und Zeitstempel prüfen.

Weitere Funktionen

Nach erfolgreicher Grundinbetriebnahme können abhängig von System und Lizenzumfang konfiguriert werden:

  • integrierter OPC UA Client und HOT-Redundanz
  • Historie
  • Alarms & Conditions
  • MQTT einschließlich Sparkplug B
  • Modbus TCP/RTU
  • Mitsubishi- und Rockwell-Anbindungen
  • SINUMERIK/CNC
  • GDS-Zertifikatsverwaltung
  • integrierte S7 SoftSPS
  • Docker-Verwaltung bei dafür vorgesehenen Installationen

Aktivieren Sie Erweiterungen schrittweise und sichern Sie vor größeren Änderungen die funktionierende Konfiguration.

Sichern und Wiederherstellen

  1. Öffnen Sie im Web-Konfigurator den Bereich System.
  2. Erstellen Sie eine Konfigurationssicherung.
  3. Bewahren Sie Sicherung und zugehörige Lizenzinformationen geschützt auf.
  4. Verwenden Sie beim Systemwechsel eine neue Lizenzanforderung; eine Lizenzdatei kann nicht einfach auf einen anderen Rechner kopiert werden.
  5. Prüfen Sie nach einer Wiederherstellung Netzwerk, Zertifikate, Lizenz und alle Verbindungen.

Fehlerbehebung

Web-Konfigurator ist nicht erreichbar
Dienststatus, Web-Port, lokale Bindung, Firewall und URL prüfen.
OPC-UA-Client kann nicht verbinden
Endpoint, OPC-UA-Port, Sicherheitsrichtlinie, Systemzeit, Zertifikat und Benutzeranmeldung kontrollieren.
Steuerung bleibt getrennt
IP-Adresse, Rack/Slot, Routing, CPU-Zustand und Projektstand prüfen.
Variablen fehlen
Projekt neu übersetzen, im IBH OPC UA Editor erneut importieren und die aktuelle Konfiguration übertragen.
Online-Lizenzierung schlägt fehl
Internetzugang, DNS, Proxy, Firewall, Systemzeit, Lizenzseriennummer und achtstellige Geheimzahl prüfen.

Siehe auch