IBH OPC UA:TIA-Portal-Beispiele: Unterschied zwischen den Versionen
Axel (Diskussion | Beiträge) PDF-Handbuch V5.27 als aktuelle TIA-Portal-Wiki-Anleitung mit Bildern übernommen |
Axel (Diskussion | Beiträge) Detailanleitung für S7-1200/1500 und optimierte Datenbausteine verlinkt |
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* OPC-UA-Testclient, zum Beispiel UaExpert, für die Abnahme | * OPC-UA-Testclient, zum Beispiel UaExpert, für die Abnahme | ||
Bei S7-1200 und S7-1500 unterstützt der IBH OPC UA Server/Client den '''Zugriff auf optimierte Datenbausteine'''. Verwenden Sie stets das aktuelle TIA-Projekt, damit symbolische Namen, Datentypen und Bausteinlayout mit der Steuerung übereinstimmen. | Bei S7-1200 und S7-1500 unterstützt der IBH OPC UA Server/Client den '''[[IBH OPC UA:S7-1200/1500 optimierte Datenbausteine|Zugriff auf optimierte Datenbausteine]]'''. Verwenden Sie stets das aktuelle TIA-Projekt, damit symbolische Namen, Datentypen und Bausteinlayout mit der Steuerung übereinstimmen. | ||
== Empfohlener aktueller Arbeitsablauf == | == Empfohlener aktueller Arbeitsablauf == | ||
Aktuelle Version vom 5. August 2026, 15:13 Uhr
Diese Seite überführt das bisherige PDF-Handbuch „SPS-Projekte mit TIA Portal V17“ in eine aktuelle, wartbare Wiki-Anleitung. Das PDF beschreibt IBH Link UA und IBH OPC UA Server/Client V5.27. Die folgenden Abläufe sind für den aktuellen IBH OPC UA Server/Client 6.10 überarbeitet.
Kurzüberblick
| Schritt | Ergebnis |
|---|---|
| SPS-Projekt vorbereiten | CPU, Netzwerk und Datenbausteine sind übersetzt und konsistent. |
| Projekt übernehmen | Das TIA-Projekt wird mit dem IBH OPC UA Editor importiert. |
| Variablen auswählen | Nur benötigte Symbole und Strukturen werden für OPC UA freigegeben. |
| Konfiguration prüfen und laden | Der Editor prüft die Projektierung und überträgt sie an den Server. |
| Verbindung prüfen | Web-Konfigurator und OPC-UA-Client zeigen Status und Werte an. |
Voraussetzungen
- aktuelles, fehlerfrei übersetztes TIA-Portal-Projekt
- erreichbare Steuerung mit eindeutiger IP-Adresse beziehungsweise eindeutigem Gerätenamen
- installierter IBH OPC UA Editor
- Zugriff auf den Web-Konfigurator des IBH OPC UA Server/Client
- passender Lizenzumfang für die verwendeten Funktionen
- OPC-UA-Testclient, zum Beispiel UaExpert, für die Abnahme
Bei S7-1200 und S7-1500 unterstützt der IBH OPC UA Server/Client den Zugriff auf optimierte Datenbausteine. Verwenden Sie stets das aktuelle TIA-Projekt, damit symbolische Namen, Datentypen und Bausteinlayout mit der Steuerung übereinstimmen.
Empfohlener aktueller Arbeitsablauf
1. TIA-Projekt vorbereiten
- Öffnen Sie das Projekt im TIA Portal.
- Prüfen Sie CPU-Typ, Firmwarestand, PROFINET-Schnittstelle, IP-Adresse und Subnetz.
- Übersetzen Sie Hardware und Software vollständig.
- Laden Sie das SPS-Programm in die Steuerung und prüfen Sie den RUN-Zustand.
- Stellen Sie sicher, dass die für OPC UA vorgesehenen Variablen symbolisch vorhanden und eindeutig benannt sind.

2. Projekt mit dem IBH OPC UA Editor übernehmen
- Starten Sie den IBH OPC UA Editor.
- Erstellen Sie ein Projekt oder lesen Sie die vorhandene Konfiguration vom Zielserver ein.
- Importieren beziehungsweise öffnen Sie das TIA-Portal-Projekt.
- Wählen Sie die benötigten CPUs, Datenbausteine, Strukturen und Variablen.
- Kontrollieren Sie Datentypen, Zugriffsrechte, Beschreibungen und Aktualisierungsanforderungen.
- Lassen Sie das Projekt im Editor prüfen.
Der frühere IBH OPC Editor ist für diesen Arbeitsablauf nicht mehr die empfohlene Projektierungsoberfläche. Verwenden Sie den IBH OPC UA Editor.
3. Konfiguration übertragen
- Stellen Sie im Editor die Verbindung zum IBH OPC UA Server/Client her.
- Vergleichen Sie Zielsystem und Projekt, bevor Sie übertragen.
- Laden Sie die geprüfte Konfiguration.
- Öffnen Sie anschließend im Web-Konfigurator die Steuerungs- beziehungsweise Slot-Ansicht.
- Prüfen Sie Verbindungsstatus, CPU-Zuordnung und die Anzahl der projektierten Variablen.
4. OPC-UA-Zugriff testen
- Lesen Sie im Web-Konfigurator die Endpoint-URL ab.
- Verbinden Sie den OPC-UA-Client mit diesem Endpoint.
- Vertrauen Sie bei einer gesicherten Verbindung dem korrekten Serverzertifikat.
- Durchsuchen Sie den Adressraum und fügen Sie Testvariablen zur Datenansicht hinzu.
- Prüfen Sie Lesen, Schreiben, Zeitstempel und Statuscode entsprechend den projektierten Zugriffsrechten.
Alternative: Projektierung als SIMATIC PC-Station
Das archivierte Handbuch beschreibt zusätzlich die Projektierung des OPC-Servers als SIMATIC PC-Station mit einer S7-Verbindung. Dieser Weg kann für bestehende Projekte weiterhin relevant sein.
- Fügen Sie im TIA-Projekt eine SIMATIC PC-Station ein.
- Platzieren Sie die OPC-Server-Komponente und die Ethernet-Schnittstelle.
- Legen Sie die S7-Verbindung zwischen OPC-Server und CPU an.
- Wählen Sie die OPC-Symbole.
- Übersetzen Sie die PC-Station.
- Übernehmen Sie die erzeugte Konfiguration in den IBH OPC UA Server/Client.

Beispiele aus dem bisherigen Handbuch
Historische Daten
- Projektieren Sie die SPS-Variablen zuerst als normale OPC-UA-Variablen.
- Aktivieren Sie die gewünschten Variablen im Bereich Historie des Web-Konfigurators.
- Legen Sie Pufferung und Speicherung entsprechend dem Zielsystem fest.
- Prüfen Sie den Zugriff mit einem Client, der Historical Access unterstützt.
Integrierter OPC UA Client
Der integrierte Client liest Werte von externen OPC-UA-Servern und verbindet sie mit Variablen des lokalen Adressraums.
- Tragen Sie den externen Server mit Endpoint und Sicherheitsparametern ein.
- Vertrauen Sie dem Serverzertifikat.
- Wählen Sie Lesevariablen am externen Server.
- Verbinden Sie diese mit lokalen Zielvariablen.
- Prüfen Sie Status, Zeitstempel und Clientdiagnose.
Siehe auch Client-Funktionen.
Alarms & Conditions
- Projektieren Sie Meldungen und Meldetexte im SPS-Projekt.
- Übernehmen Sie die zugehörigen Variablen und Alarmdaten.
- Aktivieren Sie das kompatible OPC-UA-Alarmmodell, wenn es für das Projekt vorgesehen ist.
- Prüfen Sie Zustände, Quittierung und Meldetexte in einer OPC-UA-Event-Ansicht.
Integrierte S7 SoftSPS
Die integrierte S7 SoftSPS kann als zusätzliche Steuerung projektiert werden. Laden Sie Programm und Datenbausteine nur in die dafür vorgesehene SoftSPS-Instanz und prüfen Sie RUN/STOP sowie Diagnose vor dem OPC-UA-Test.
Mehrere Steuerungen und Routing
Für Projekte mit mehreren CPUs:
- jede CPU mit eindeutiger Adresse und eindeutiger Slot-Zuordnung anlegen
- geroutete Verbindungen über IBH Link S7++ beziehungsweise IBH Link S5++ separat testen
- Variablennamen so strukturieren, dass Station und CPU eindeutig erkennbar sind
- jede Verbindung zuerst einzeln prüfen und erst danach den Datenaustausch zwischen den Stationen aktivieren
Diagnose
- Steuerung bleibt getrennt
- IP-Adresse, Subnetz, CPU-Zustand, Routing, Slot-Zuordnung und Firewall prüfen.
- Variablen fehlen oder haben einen falschen Datentyp
- TIA-Projekt neu übersetzen, erneut in den IBH OPC UA Editor importieren und die aktuelle Konfiguration übertragen.
- Optimierter Datenbaustein ist nicht zugreifbar
- CPU- und Projektstand abgleichen, symbolische Variable prüfen und eine vom aktuellen Produkt unterstützte CPU-/Firmwarekombination verwenden.
- OPC-UA-Client lehnt die Verbindung ab
- Endpoint, Systemzeit, Sicherheitsrichtlinie, Benutzeranmeldung und Zertifikatsvertrauen prüfen.